Anno 2017: Das Echo der »Moschee Notre-Dame«

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und seit der Veröffentlichung von Die Moschee Notre-Dame. Anno 2048 sind nicht ganz drei Monate vergangen. Drei Monate, in denen die Moschee Wellen geschlagen und Aufmerksamkeit erregt hat. Das Thema der Islamisierung Europas ist nach wie vor heikel, aktuell und vor allem besorgnis­erregend wie die kürzlich in der ARD gesendet Reportage Sebastian wird Salafist eindrucksvoll dokumentiert. Die erschreckende Prophezeiung Sebastians, eines konvertierten Christen, der schließlich wieder seinen Weg in unsere Welt findet: 2050 wird Deutschland ein islamischer Staat sein!

Nahezu deckungsgleich scheint diese Prophezeiung mit dem von der Autorin Elena Tschudinowa gewählten Jahr 2048, in dem die Moschee Notre-Dame in Frankreich, dem Herzen der christlich-europäischen Kultur, spielt. Dass Tschudinowas dystopisches Bild des zukünftigen Europas jedoch den Puls – vielleicht auch ein Kümmernis – der Zeit trifft, zeigen die vielen Stimmen, Rezensionen und Interviews, die in den letzten Wochen erschienen sind. Literatur soll anregen, aussprechen, was uns bewegt, Wellen schlagen und damit Diskussion anstoßen. Genau das ist mit der Moschee gelungen!

Nur einige Tage nach der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe rezensierte als erstes PI-News den Roman als „wundervoll gestaltetes Buch […], ein Genuss für Augen wie Geist, lässt einem den Atem gefrieren, so spannend ist es“. Darüber hinaus reiht dieselbe Rezension die Moschee neben Raspails Heerlager und Houellebecqs Unterwerfung ein und unterstreicht damit sowohl ihren literarischen Wert als auch die soziopolitische Wichtigkeit des Sujets. Anfang Oktober erschien dann ein Exklusivinterview mit der Autorin auf sezession.de. Kritisch werden politische, kulturelle und soziale Aspekte der Europadystopie besprochen, doch die wohl wichtigste Aussage Tschudinowas lautet hier wie folgt: „Mein Buch ist kein Buch des Hasses gegen den Islam. Es ist ein Buch der Liebe für die Europäer, das heißt für die christliche Zivilisation, deren Zukunft mich ängstlich stimmt.“ Diese Angst und die daraus resultierende Konsequenz des Widerstandes gegen den wachsenden Islamismus und den militanten Islam wird von einem weiteren Interview mit der Autorin aufgegriffen, das Anfang November in der Tagespost erschien. Hier erklärt Tschudinowa, dass sie es geschafft habe, diesen Widerstand als literarisches Thema aufzubringen. Auch der deutsche Raspail-Übersetzer Joachim Volkmann hat der Moschee Ende Oktober eine sehr liebevolle Besprechung gewidmet. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Tradition des literarischen Widerstands gegen die Islamisierung des christlichen Europas weiterentwickelt und vor allem, was die Moschee in dieser Hinsicht ins Rollen gebracht hat und weiterhin bringen wird. Einer dieser Anstöße wird in der Ende November erschienenen Besprechung in der Tagespost thematisiert, die den Titel „Die Zukunft liegt nur in der Renaissance des Katholischen“ trägt.  Der Widerstand richtet sich in diesem Sinne nicht nur gegen den einbrechenden radikalen Islam, die aktive Bedrohung, sondern auch gegen den Modernismus, der die besten Voraussetzungen für die Machtübernahme des Islam schuf und somit als passive Bedrohung zu betrachten ist.

Dieses kurze Lauschen auf das Echo, das die Moschee nach sich zieht, zeigt, dass der Roman eine Vielzahl von Dimensionen und mannigfaltigen Fragen offenlegt, die aktuell großen Gesprächs- und Diskussionsbedarf erleben und fordern. Gleiches reflektieren die Kundenrezensionen bei Amazon, die fast durchweg positiv ausfallen. Doch wie das bei Literatur so ist, scheiden sich die Geister bei den Ansichten, was denn nun als „gute Literatur“ zu bezeichnen ist. Jeder meint, das Rezept, die Formel, den Maßstab der einzigwahren guten Literatur gefunden zu haben und somit entflammen nicht selten hitzige Diskussionen um den Wert eines Buches. Und genau deshalb erscheint es uns zwingend notwendig zu erwähnen, dass es – wenn auch bedeutend wenig – ein paar Negativstimmen zur Moschee gibt.  Es mag paradox erscheinen, doch auch diese Kommentare und Beurteilungen wissen wir sehr wohl wertzuschätzen, denn sie offenbaren, dass ein Buch bewegt und beachtet wird. Es kratzt an Stellen, die schmerzen und bekommt daher die Aufmerksamkeit, die es verdient. Manch ein Leser mutiert nach der Lektüre zum verwundeten Tier. Das Wundenlecken vollzieht sich im Verfassen erregter Kommentare und Äußerungen. Das ist es, was Literatur bezweckt: nachdenken, infrage stelle, diskutieren, Meinung bilden!

Versuche, die Moschee als stilistisch verunglückt oder gar die Protagonisten als inkonsistente, widersprüchliche Charaktere und dergleichen abzutun, sind vor dem Hintergrund grundsätzlicher und grundlegender Meinungsdifferenzen und literarischer Präferenzen wohl nachvollziehbar. Wer Kritik äußern will, findet immer einen Weg dies zu tun. Umso erfreulicher erscheint uns der Kommentar eines Rezensenten, welcher sich mit dem Kritikpunkt der Figurenzeichnung auseinandersetzt und bilanzierend bemerkt: „Wer sich drüber echauffieren will, möge sich überdies kritisch befragen, ob er nicht bei diversen US-amerikanischen oder auch britischen Kriegsfilmen bzw. -büchern allzu großzügig über derartige Tendenzen hinweggesehen hat.“

Gesprochen von Filmen: Hatten wir schon erwähnt, dass die Blaue Narzisse sich für die Verfilmung des Buches ausgesprochen hat? Der Roman sei „ein spannender Action-Thriller in einer postapokalyptischen Atmosphäre, der durchaus das Potential für eine Verfilmung mit Starbesetzung hätte.“

Wir freuen uns über so viel positive Resonanz, die sich auch in den Verkaufszahlen des Romans niederschlägt: Die Hälfte der ersten Auflage ist bereits verkauft, was bedeutet, dass bereits 1500 Menschen den Weckruf Elena Tschudinowas vernommen haben. Möge das Echo weiter ertönen!

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