Die Beziehung zwischen Christus und der Kirche sowie zwischen Mann und Frau in nuce

von Julian Voth

»Christus aber, der nun in Besitz derjenigen ist, die sein Herz verwundet hat, gibt ihr [der Kirche], im Gegenzug, volle Gewalt über sein heiliges Herz, aus dem sie kam. Hier liegt das Geheimnis aller Gewalt der Kirche. In der Beziehung, die zwischen Ehemann und Ehefrau besteht, die durch Gott zu Beginn der Welt geschaffen wurde und (wie der Apostel uns versichert) in Hinblick auf das große Mysterium von Christus und der Kirche - der Mann ist das Haupt, und die Frau soll nicht herrschen in der Leitung der Familie. Hat die Frau also gar keine Gewalt? Sie hat Gewalt, und zwar eine große Gewalt – sie muss sich an das Herz ihres Mannes wenden und alles durch Liebe gewinnen.

Wenn Adam, unser Urvater, gesündigt hat, so geschah das, weil Eva ihren Einfluss nutzte, und zwar zum Üblen, den sie auf sein Herz hatte, indem sie ihn irreleitete und uns in ihm; Jesus rettet uns, da die Kirche sein Herz gewonnen hat; und das menschliche Herz konnte nicht gewonnen werden, ohne dass die Gottheit auch zur Barmherzigkeit bewegt wurde. So haben wir hier die Lehre von der Andacht zum heiligen Herzen Jesu, insofern es das Prinzip betrifft, auf dem sie ruht. In ihrem ersten und wesentlichen Aspekt ist diese Andacht so alt wie die Kirche selbst, denn sie ruht auf der Wahrheit, die durch alle Zeiten hin anerkannt war, dass Christus der Bräutigam ist, und die Kirche seine Braut.«


aus Dom Guerangers Das Liturgische Jahr.

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