Sieben Worte Jesu und Mariens

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  • 978-3932691348
  • 94 Seiten, kartoniert
Dieses Buch ist der Versuch eines Vergleiches zwischen den sieben Worten Jesu am Kreuz und den... mehr

Dieses Buch ist der Versuch eines Vergleiches zwischen den sieben Worten Jesu am Kreuz und den sieben Worten Mariens, die uns in der heiligen Schrift überliefert sind. Unterschiede und Parallelen verpackt Erzbischof Sheen meisterhaft in kurze Betrachtungen, die das Geheimnis des Todes und der Erlösung unseres Herrn tiefer beleuchten.
Leseprobe aus dem Kapitel Der Sinn des Lebens:

Der Tod kam also nicht zu Ihm; Er ging in den Tod. Niemand nahm Ihm das Leben; Er legte es selbst ab. Er war stark genug zu leben, aber Er starb durch einen
Akt Seines Willens. Nicht das Sterben wurde betont, sondern das ununterbrochene göttliche Leben wurde bekräftigt. Es war der Anfang Seiner Rückkehr zur Glorie, die Er mit dem Vater besaß, bevor die Welt geschaffen wurde.
„Vater“ - das Wort ewiger Vaterschaft. Er sagte nicht „unser Vater“ wie wir, denn Er war nicht sein und unser Vater in der gleichen Weise. Er ist der natürliche Sohn des Vaters, wir sind nur die Adoptivkinder.
„In deine Hände“ - es waren die Hände, die der Prophet gut nannte. Die Hände, die Israel zu seiner historischen Erfüllung führten; die selbst den Vögeln in der Luft und dem Gras auf dem Feld Gutes spendeten. „Empfehle ich meinen Geist“ - Unterwerfung! Hingabe! Das Leben ist ein Kreis. Wir kommen von Gott und gehen wieder zu Gott. Daher ist der Sinn des Lebens: die Erfüllung des göttlichen Willens.
Als Unsere Liebe Frau Ihn das Haupt neigen und den Geist aufgeben sah, dachte sie an das letzte Wort, das von ihr in der Schrift berichtet wird. Sie sagte es zu dem Kellermeister bei der Hochzeit zu Kana: „Tut alles, was Er euch sagen wird“ (Joh 2, 5). Was für ein schönes Schlußwort! Es ist das größte Wort, das je von Frauenlippen kam: Tut alles, was Er euch sagen wird. Bei der Verklärung sprach der himmlische Vater: „Dieser ist mein geliebter Sohn ... Auf diesen sollt ihr hören“ (Mt 17, 5). Und nun spricht die Muttergottes und sagt: „Tut
Seinen Willen!“
Die schönen Bande dreier Jahrzehnte in Nazareth nähern sich ihrem Ende, und Maria ist dabei, uns allen den Emmanuel zu geben. Sie tut es, indem sie uns den
einen und einzigen Weg zur Rettung weist: vollständige Unterwerfung unter ihren göttlichen Sohn. Nirgends steht in der Schrift, daß Maria ihren Sohn liebte.
Worte sind keine Beweise der Liebe. Aber die Liebe verbirgt sich unter der Unterwerfung ihres Geistes unter Ihn und in ihrer Mahnung an uns: „Tut alles, was Er euch sagen wird.“

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